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Insulin Analoga

Müssen wirklich erst tausende von betroffenen Patienten unter Hypo- und Hyperglykämien und deren Folgeschäden leiden um der "Evidenz-basierten Medizin" zu verdeutlichen, daß jenes Insulin, das in seiner Wirkcharakteristik näher dem menschlichen ist, natürlich besser geeignet ist um die Stoffwechselregulierung im Gleichgewicht zu halten. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand ! Wenn die Damen und Herren die über solche Dinge zu entscheiden haben eine Heizungsregelung im Keller hätten die so träge reagiert daß sie einmal frieren und anschließend wieder schwitzen, würden sie vielleicht eher begreifen, daß diese unnötig viel Energie (sprich Insulin) verschleudert und unerwünschte Nebenwirkungen hervorruft. Die Mehrkosten der teureren Regelung haben sich schnell durch die Einsparungen ausgeglichen. Ich selbst habe seit 40 Jahren Diabetes Typ I (bin jetzt 63 Jahre und immer noch im Berufsleben) ohne nennenswerte Schäden überstanden. Da ich lange Jahre selbständiger Unternehmer war, mußte ich nicht in die GKV und konnte mir auch keine private KV leisten, wegen der Riskozuschläge für Diabetes. Ich habe meine Arztrechnungen und die Medikamente damals immer selbst bezahlen müssen und daher immer nach der wirtschaftlichsten Behandlungsform gesucht. Die regelmäßig dafür entstandenen Kosten waren deutlich niedriger als die Prämien einer privaten als auch der gesetzlichen KV im gleichen Zeitraum. Seit 1995 bin ich wieder (aus Risiko-Erwägungen heraus) in der GKV und kann den Vergleich zwischen 100% iger Eigenverantwort und Verlassen auf einen Vertragspartner (nichts anders ist ja die GKV) ziehen. Diese Entscheidung habe ich damals auf der Grundlage getroffen, dass die GKV dafür da ist, alle Leistungen zu erbringen um dem Versicherten, auf möglichst wirtschaftlicher Grundlage, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Ich musste seither meine endoskopisch durchgeführte Bandscheiben OP selbst bezahlen (ca. 6000,- €) und die dringend und plötzlich notwendige OP des grauen Stars (links und rechts) konnte erst nach 13 Monaten Wartezeit (für das 2. Auge) gemacht werden. In der Zwischenzeit hatte ich meinen Arbeitsplatz verloren. Und jetzt das Theater wegen der Mehrkosten für die Insulin Analoga ! Was zuviel ist ist zuviel ! Damit begeht die GKV meiner Meinung nach eindeutig eine Vertragsverletzung und dagegen sollte man klagen.

Freundliche Grüße, Norbert Wacke (Mailto: nwacke@nweng.de)

Insulinanaloga

Meine Meinung ist es, dass sie die Geringverdiener und die Hartz IV empfänger kein Insulin von 100-400€ leisten können.
Nicht jeder ist gleich Bau-Ingenieur oder sowas in der Art und hat gleich 3000€ NETTO aufm Konto oder wir sind keine Fußballer die mal für 28Mio. € den Verein wecheln können. Damit meine ich , dass es bei den 28 Mio. bestimmt eine kleine Fliege wäre, um die knapp 400€ zu zahlen.
Was machen Hartz IV empfänger und Geringverdiener die sich sowas kaum leisten können???
Werden die dann sterben, weil sie sich kein Insulin mehr leisten können???
Wir können ja auch nichts dafür, dass wir Diabetes bekommen haben und dann werden wir dafür ,,bestraft"???
Das ist doch eine Idee zum Ko****.
Ich hoffe, dass er diese Meinung rückgängig macht ansonsten werden wir wohl alle sterben weil wir uns kein Insulin mehr leisten können.
Wenn die Politiker selbst mal Diabetes bekommen (egal welcher Typ) sind sie ja gleich schwer krank und was sind Wir?????
Liebe Grüße,
Jessica

Sicherlich trifft diese Entscheidung kein Diabetiker

Das Beispiel meines Vorredners ist gut. Wäre der Entscheider gefordert seine Heizung mit demselben zeitlichen Abstand zu regeln, wie er es von uns insulinpflichtigen Diabetikern verlangt - er säße beim Essen im Kalten und würde ebenso häufig in zu stark beheizten Räumen sitzen. Das ist kein sparsames Heizen.

Die Bezeichnungen Humaninsulin und Insulinanalogon sind eigentlich falsch gewählt. Von der Wirkweise her ist das Insulinanalogon das humane Insulin und das Humaninsulin ein nicht-human stark verzögertes. Man sollte die Natur fragen, dann weiß man, warum Insulin schnell wirken muss.

Diese Sachentscheidung erscheint mir abgekartet tendenziös und befangen. Auf der Rest-Gesundheit der Kranken soll ein Preiskrieg ausgefochten werden. Der Nutzen des schnell wirksamen Insulins für die Kranken wird weggelogen. Einer Sammelklage bis hin zum Verfassungsgericht würde ich mich gegebenenfalls anschließen.

Human vs. Analoga

Die Bezeichnungen Humaninsulin und Insulinanalogon sind eigentlich falsch gewählt. Von der Wirkweise her ist das Insulinanalogon das humane Insulin und das Humaninsulin ein nicht-human stark verzögertes.

Ist so nicht ganz richtig. Ein entscheidender Faktor ist dabei wie das Insulin aufgenommen wird. Durch eine subkutane Applikation wird der Wirkeintritt stark verzögert, gibt mein ein Humaninsulin jedoch intravenös (wovon strengsten abzuraten ist, dies sollten nur Ärzte vornehmen) zeigt sich die Wirkung schon nach wenigen Minuten.

Bei Insulinanaloga wird genau dieses Problem versucht zu lösen in dem man die Struktur dahingehend verändert das der Wirkeintritt beschleunigt wird bzw. die Passage das Unterhautfettgewebes / Aufnahme in die Blutbahn.

Traurig Traurig

Ich muss sagen ich finde es eigentlich nur traurig, dass so etwas entschieden wird. Und ja ich glaube genau solche sachen werden von Nicht-Betroffenen beschlossen.
Wenn Studien gemacht werden, sollten Diabetiker doch einfach mal über längeren Zeitraum, dauerhaft beleiget werden, um einen kopletten Überblick über den Alltag zu bekommen und zu sehen, dass kurzwirksamen Insulin die Basis ist um mit den Diabetes durch das Leben zu kommen.
Wenn Vater-Staat so weiter macht, brauch ich keine Krankenkasse mehr!

Einfach mal mit den Menschen sprechen?

Statt teure Studien in Auftrag zu geben sollte man vielleicht einfach mal ein paar Worte mit den Betroffenen wechseln. Dann wird sehr schnell klar, dass Insulinanaloga aus einer modernen Diabetes-Therapie eigentlich nicht mehr wegzudenken sind... und nebenbei spart man auch noch Geld. Wo ist die Menschennähe, Dr. Rösler?